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Wie ist der Baustellenablauf geplant?

Die ersten Phasen, wie die Errichtung eines Bauzauns und die Abbrucharbeiten, haben wir bereits durchgeführt. Die Abfahrtsrampe in die zukünftige Tiefgarage wurde so gebaut, dass der Straßenverkehr nur möglichst gering beeinträchtigt wurde.

Auch sind die Tiefbaumaßnahmen schon weit fortgeschritten, sodass ab Februar 2023 die Zufahrtsrampe in die Baugrube entfernt werden kann und die restlichen Pfähle eingesetzt werden können.

Wir sind gerade dabei, die Untergeschoße des QUADRILL Towers und des VIRGINIA Hauses (die Gebäude entlang der Unteren Donaulände) fertig zu bauen. Ab Ende Jänner 2023 wachsen die Gebäude dann in die Höhe. Der Rohbau des QUADRILL Towers wird dann bis Oktober 2024 fertiggestellt. Schon ab September 2023 werden so jeweils rund 5 Geschoße unter dem Rohbau mit der Montage der Turmfassade begonnen und dann wiederum 3 Geschoße darunter wird zeitgleich mit dem Ausbau dort begonnen.

Bei den Häusern MEMPHIS und BOSTON wird, wie bereits oben beschrieben, dann nachdem dort die Rampe weg ist und die Tiefengründung ausgeführt wurde im März 2023 mit den Bodenplatten begonnen. Der Rohbau von MEMPHIS und BOSTON soll somit bereits im Mai 2024 fertiggestellt werden.

Kommt es zu Verkehrseinschränkungen?

Während des Baus ist mit einem zusätzlichen Verkehrsaufkommen durch Zufahrten zur und Abfahrten von der Großbaustelle zu rechnen. Die Planung dafür erfolgte mit den zuständigen Behörden der Stadtgemeinde und ausschließlich durch deren Genehmigung. Zudem ist es unabdingbar, dass es zu partiellen Einschränkungen der Nutzung gewohnter Gehwege kommt. Entsprechende Informationen werden behördlich kommuniziert und vor Ort durch Schilder bekannt gegeben. Schließungen von umliegenden Straßen sind jedoch nicht vorgesehen.

Welche Auswirkungen gibt es auf den Verkehrsbetrieb der LINZ AG LINIEN?

Aufgrund der Bauarbeiten bei der Tabakfabrik wird die Haltestelle Parkbad, Fahrtrichtung Karlhof bzw. Schiffswerft nicht angefahren. Für die Linien 12 und 25 in Fahrtrichtung Karlhof bzw. Schiffwerft wurde ein neuer Haltepunkt auf der Unteren Donaulände, Höhe Hausnummer 66 eingerichtet. 

Weiters werden die beiden Linien 12 und 25 in Fahrtrichtung Karlhof umgeleitet wie folgt: Haltest. Kaplanhofstraße – Gruberstraße – links Lederergasse – Haltest. Lederergasse L27 – rechts Honauerstraße – rechts Donaulände – Ersatzhaltestelle Parkbad – weiter wie bisher. 

Linie 72
Anstatt der Haltestelle Parkbad wird für den Fahrgastwechsel die Haltestelle Lederergasse in den Linien 12,25 und 72 bedient. 
 

(Quelle: Linz AG) 

Welche Firmen sind an dieser Großbaustelle beteiligt?

Die Firma BODNER ist nicht nur Projektentwickler sondern auch bauausführendes Unternehmen und wird gemeinsam mit dem Tochterunternehmen DYWIDAG in einer ARGE die Generalunternehmerarbeiten abwickeln. Die unterschiedlichen Ausbaugewerke werden bevorzugt an heimische Unternehmen vergeben. Der beauftragte Generalplaner ist das Architekturbüro Zechner & Zechner, welches sämtliche für das Projekt notwendige Planungsleistungen koordiniert. Die beauftragten Firmen werden sukzessive am Bauzaun an prominenter Stelle präsentiert werden.

Kann man die Baustelle besichtigen?

Auf jenem dem Peter-Behrens-Platz zugewandten Teil der Baustelle ist eine Besucherplattform errichtet werden, welche interessierten BesucherInnen die Möglichkeit bietet, die Baustelle von außen zu besichtigen 

HKLS – Wie wird geheizt, gekühlt etc?

Derzeit ist man noch in der Feinplanung dieser Gewerke (Heizung, Kühlung, Lüftung), die auch den öffentlichen Genehmigungsverfahren unterliegen. Die Grundversorgung der Heizung und Kühlung wird über geothermische Nutzung des Grundwassers erfolgen,  Leistungsspitzen werden durch Fernwärme und Fernkälte abgedeckt.

Was passiert bei der Baustelle „Kraftwerk“ in der Tabakfabrik?

Die Tabakfabrik adaptiert zeitgleich das 1933 erbaute Bestandsgebäude „Kraftwerk“. Dies ist ein vom Projekt QUADRILL unabhängiges Projekt welches von der Tabakfabrik Linz finanziert wird. In den ehrwürdigen Mauern werden die Turbinen wieder angeworfen, auch wenn es statt Heizkesseln Gärkessel geben wird. Es wurde ein multifunktionaler Hörsaal, ein Gastronomiebetrieb und eine Brauerei für Linzer Bier geschaffen. Mehr dazu auf www.tabakfabrik-linz.at

Wird „ökologisch“ gebaut?

Ja, im Zuge der ÖGNI-Zertifizierung werden u.a. folgende Maßnahmen umgesetzt:
* Minimierung der Lebenszykluskosten durch hohe Dauerhaftigkeit der Materialien
* Energieeffizienz der Gebäudehülle und der technischen Anlagen
* Reduzierung des Wasserverbrauchs
* Gesundheit, Behaglichkeit und Nutzerzufriedenheit
* Soziokulturelle und funktionale Aspekte (Barrierefreiheit, Außenraumqualität, etc.)
* Nutzung Grundwasser für Heizen/Kühlen

Wie verlief der Vergabeprozess?

Die Immobilien Linz GmbH & Co KG (ILG KG) als Grundstückseigentümerin, auch künftige Eigentümerin des Nachbargrundstücks sowie Muttergesellschaft der Betreiberin des Nachbargrundstücks, hat gemeinsam mit der Stadt Linz in ihrer hoheitlichen Rolle als oberste Planungsbehörde eine Vorgehensweise ausgearbeitet, die der Chance und der Herausforderung dieser Situation gerecht wird. Im Kern lässt sich der Ablauf wie folgt beschreiben:

  • Die ILG KG ersuchte im ersten Schritt Investoren, die sich ein Engagement vorstellen können, ihre groben Überlegungen bezüglich einer wirtschaftlich tragbaren und gleichzeitig städtebaulich und stadtplanerisch gelungenen Bebauung und Nutzung mit uns zu teilen. Um diesen Beitrag zu honorieren, wurde eine Teilnahme am eigentlichen Angebotsverfahren auf diejenigen beschränkt, die an dieser ersten informellen Stufe teilnahmen.

  • Auf Basis dieser Überlegungen legte die Stadt Linz fest, ob und welche Änderungen der (derzeit restriktiven) Bebauungsgrundlagen (vor allem Widmung und Bebauungsplan) sie ermöglichen würde, falls ein gestalterisch für die besondere Situation adäquates konkretes Projekt vorgelegt würde. Gleichzeitig wurden die Kriterien für diese gestalterische Beurteilung durch sie festgelegt.

  • Nach dieser Phase wurden durch die ILG KG festgelegt, ob die Voraussetzungen für das eigentliche Angebotsverfahren ausreichend vorliegen. Folglich wurden die Bieter mit den im ersten Schritt ermittelten Grundlagen aufgefordert, verbindliche Preisangebote mit einem konkreten Projektvorschlag abzugeben. Die Preisangebote wurden bei einem Notar hinterlegt und nur auf Mindestkriterien hin geprüft. Die vorgeschlagenen Projekte wurden weiters durch eine städtische Jury anhand der bekannt gemachten Kriterien dahingehend beurteilt, ob sie aus städtebaulicher und stadtentwicklerischer Sicht die notwendigen Änderungen der Bebauungsgrundlagen rechtfertigten. Der Prozess ähnelt damit dem auch sonst üblichen Vorgehen eines Gestaltungsbeirats.

  • Unter denjenigen Projekten, die dieses Kriterium erfüllten (und damit aus Sicht der Verkäuferin ILG KG eine tatsächliche Realisierung ermöglichen), entschied der höchste angebotene Preis. *)

Quelle: https://tabakfabrik-linz.at/2016/11/tabakfabrik-transparent-fragen-und-antworten-zum-neubau-3/

*) Der Preis ist lediglich als Kriterium gedacht, sollten mehrere abgegebene Projekte durch die Jury als gleichwertig beurteilt werden.

Wie kam die Architektur zustande?

Um das beste Projekt zu finden, führte die Tabakfabrik ein Wettbewerbs- und Vergabeverfahren in zwei Stufen durch. Nach einer einstimmigen Jury-Entscheidung stand im Jänner 2018 das Siegerprojekt der BODNER-Gruppe mit der Architektur von Zechner & Zechner fest.

Die Architektur der neuen Bebauung reagiert auf den städtebaulichen Bestand der denk­malgeschützten Tabakfabrik und verfolgt dabei folgende Ziele:

• Ausbildung einer prominenten Straßenfront zur Gruber straße und zu den Kreuzungsbereichen mit der Donaulände und der Ludlgasse

• Gewährleistung hoher Durchlässigkeit in den Innenhof samt Schaffung einer qualitativ hochwertigen Anbindung zu den Bushaltestellen Gruber straße & Parkbad

• Schaffung einer besonderen räumlichen Situation im Sinne eines Aktivitätszentrums im autofreien Innenhof der Tabakfabrik

• Konzeption einer sensiblen Schnittstelle zu den historischen Behrens Bauten

• Ausbildung einer das Stadtbild bereichernden Silhouette unter Berücksichtigung der Gebäudehöhen im Anschluss an den Bestand

Wer war Peter Behrens?

Peter Behrens geboren am 14. April 1868 in Hamburg, gestorben am 27. Februar 1940 in Berlin, war ein deutscher Architekt, Maler, Designer und Typograf, der als Pionier des modernen Industriedesigns gilt.
Die Tabakfabrik Linz (auch Tabakregie bzw. umgangssprachlich Tschickbude) ist ein von 1929 bis 1935 nach Plänen von Peter Behrens und Alexander Popp in Linz errichteter Gebäudekomplex. Die zum Teil denkmalgeschützte Industrieanlage ist der erste Stahlskelettbau Österreichs im Stil der Neuen Sachlichkeit, aus diesem Grund ist sie auch architekturgeschichtlich von Bedeutung.
(Quelle: Wikipedia)

Was ist das Behrens-Band?

Beim Bau der Tabakfabrik achteten die Architekten auf eine reibungslose Logistik innerhalb der einzelnen Produktionsschritte und Produktionsgebäude. So verband man die einzelnen Fabrikstrakte auf den relevanten Stockwerken mit einer noch heute vorhandenen Fahrspur und entsprechenden Lastenliften, auf welchen mittels Hubwagen die Tabakprodukte barrierefrei durch die Fabrik transportiert werden konnten.

Noch heute ist das Behrens-Band in Teilen der Bestandsgebäude vorhanden. Das Konzept der Architekten Zechner & Zechner sieht vor, dieses Behrens-Band als Verbindung zwischen dem Bestand und den Neubautrakten weiter zu führen, so dass auf dem Niveau des 1. OG eine fußläufige, barrierefreie Verbindung entsteht. Zwischen den Gebäuden BOSTON, MEMPHIS, QUADRILL und VIRGINIA spannt sich dann eine Freifläche auf,  die Eingangszonen, Verweilflächen, Gastgärten und Terrassen bieten wird. Am Behrensplatz und entlang des Behrensbandes entsteht ein rund 1360 m2 Grünflächenanteil. 

Ist der Peter-Behrens-Platz öffentlich?

Ja, durch die Baukörperkonfiguration mittels Einzelhäusern wird die Aufenthaltsqualität auf zwei Ebenen (Peter-Behrens-Platz und Behrens-Band auf dem Niveau 1 OG) deutlich erhöht, so dass der Peter-Behrens-Platz eine qualitative Aufwertung als öffentliche Fläche erfährt, wo beispielsweise Kinder das Radfahren erlernen können. Neue bist dato nicht vorhandene Öffnungen nach außen – insbesondere zur sruber Straße und zu den dort situierten Bushaltestellen - schaffen eine stärkere Durchwegung der Tabakfabrik.

Der Abstand zwischen dem Kraftwerk und den Neubauten wird deutlich erhöht, was ebenfalls einer Aufwertung des Platzes zu gute kommt. 

Beschattet der QUADRILL Tower die umliegenden Wohnbauten?

Die umliegenden Wohnbauten werden durch das Hochhaus nicht beeinträchtigt, das wurde im Zuge der Abarbeitung des vorgeschriebenen 10-Punkte Plans für Hochhäuser untersucht und nachgewiesen.

Sind nach dem Bau stärkere Winde zu erwarten?

Eine von einem unabhängigen Institut vorgelegte Studie hält in seinen Gutachten und Untersuchungen fest, dass es zu keinen unangenehm erhöhten Winden durch die Neubauten kommen wird. Eine bessere Durchlüftung durch die einzeln stehenden Gebäude wird in heißen Sommermonaten jedoch ein positiver Nebeneffekt sein. 

Ist die Tiefgarage öffentlich?

Ja, die 3-stöckige Tiefgarage wird sowohl für Dauerparker, also BewohnerInnen und NutzerInnen der neuen Gebäude Parkplätze bieten, als auch für Kurzparkende, die beispielsweise Sportveranstaltungen besuchen. Die Hauptein- und -ausfahrt befindet sich in der Unteren Donaulände. Eine zweite Ein- und Ausfahrt wird es am Beginn der Ludlgasse geben, dort, wo sich auch jetzt bereits die Ein- und Ausfahrt in das Gelände der Tabakfabrik befindet.

Wird es e-Ladestationen geben?

Ja, in der Tiefgarage wird es Ladestationen für Elektroautos geben.

Gibt es Radwege rund um das QUADRILL und kann man mit dem Rad durch die Tabakfabrik fahren?

Bestehende umliegende Radwege in der Unteren Donaulände werden erhalten bleiben. Die Tabakfabrik selber, die bereits jetzt für Fahrradfahrer gut gerüstet ist, wird das Angebot hier noch weiter ausbauen. Diverse Fahrradabstellanlagen sind auch im neuen Projekt vorgesehen. Künftig ist eine Durchwegung für die Öffentlichkeit durch das gesamte Areal möglich und die derzeit noch offenen Lücken im Radwegenetz werden somit geschlossen. 

Wird es weitere Grünanlagen geben?

Eine Erhöhung des Grünanteils in Fortführung der Intention der Tabakfabrik, den Peter-Behrens-Platz zu einer innerstädtischen Grün-Oase zu entwickelt ist in Form von Bäumen, Sträuchern und Gräsern geplant. Die Dachflächen der Häuser MEMPHIS, BOSTON und VIRGINIA werden begrünt. Am Dach des QUADRILL Tower plant das Arcotel die Aufstellung von Bienenstöcken. Auch das Behrensband bietet weitere Flächen für Begrünung. 

1360 m2 Grünfläche am Behrensplatz und entlang des Behrenbandes
220 m2 Dachbegrünung über dem 1. Obergeschoß
220 m2 Dachbegrünung über dem 1. Obergeschoß
1.900 m2 Dachbegrünung und Dachgärten / Kinderspielplätze auf den Häusern VIRGINIA, MEMPHIS und BOSTON sowie Installation von Solarpanelen auf dem Haus MEMPHIS
19 Stück Neupflanzungen Bäume

Teile dieser Begrünungen können für Schul- oder Jugendprojekte genutzt werden. Bei Interesse bitte gerne melden!

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Gibt es schon einen Hotelbetreiber?

Ja, auf 9 Stockwerken wird die Österreichische Hotelgruppe ARCOTEL ca. 185 Zimmer und einen separaten Seminarbereich sowie die Bar und das Restaurant betreiben. Die Zimmer befinden sich im unteren Teil des QUADRILL Tower, der Seminarbereich im 1. OG des Hauses VIRGINIA an der Unteren Donaulände. (https://tabakfabrik.arcotel.com/de/)

Wird die Bar bzw. das Restaurant im obersten Geschoß des QUADRILL Tower öffentlich sein?

Ja, diese gastronomische Einheit ist öffentlich zugänglich und wird über öffentliche Lifte im QUADRILL Tower erschlossen. Betrieben wird die Rooftop-Gastronomie vom Arcotel, dem Betreiber des Hotels im Turm.

Kann man die Wohnungen kaufen?

Nein, die Wohnungen in den Bauteilen MEMPHIS und BOSTON sind als Mietwohnungen vorgesehen.

Welche Geschäfte oder Gastrobetriebe werden in den Erdgeschoßflächen einziehen?

Der REWE-Konzern zieht mit einer Billa-Filiale in die Geschäftsflächen des QUADRILL ein. Auch die Sparkasse eröffnet eine neue Filiale. 

Weitere Geschäfts- und Gastronomieflächen befinden sich noch in der Verwertung.